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Infolge der fortdauernden Beschränkungen, die bei der Durchführung von Fach- und Verbandsveranstaltungen zu beachten sind, musste der 27. Jahreskongress des BWK-Landesverbandes Brandenburg und Berlin nun zum 3. Mal verschoben werden. Der Kongress soll nun am 11. Juni 2021 stattfinden, was zur Folge haben würde, dass im Jahr 2020 keine satzungsgemäße Mitgliederversammlung stattgefunden hätte. Durch das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht ist es für Mitglieder von Verbänden möglich, ohne Ermächtigung in der Satzung an Mitgliederversammlungen ohne Anwesenheit am Versammlungsort teilzunehmen und Mitgliederrechte im Wege der elektronischen Kommunikation auszuüben. Auf Basis dieses Gesetzes lud der Vorstand die Mitglieder des Landesverbandes zu einer digitalen Mitgliederversammlung am 30.10.2020 ein.

Um diese, ähnlich wie bei den herkömmlichen Landeskongressen, mit der Möglichkeit der beruflichen Weiterbildung zu verbinden, sollte im Vorfeld ein Webseminar durchgeführt werden. Letzteres scheiterte daran, dass es im Umfeld des Referenten zu einem COVID-Verdachtsfall gekommen war und die am Wohnort des Referenten zur Verfügung stehende Internetverbindung nicht ausreichte, um das Referat digital zu übertragen. Die kurzfristige Absage des fachlichen Teils mag ein Grund dafür gewesen sein, dass die Teilnehmerzahl der digitalen Mitgliederveranstaltung nicht so hoch war, wie erhofft. Ein weiterer Grund dürfte das digitale Format als solches gewesen sein, bei dem die Kommunikation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander auf der Strecke bleibt. Schließlich dürften die technischen Anforderungen manche Mitglieder daran hindern, an solchen Formaten teilzunehmen. Tagesordnung und Ablauf der digitalen Mitgliederveranstaltung unterschieden sich allerdings nicht von herkömmlichen Formaten. Der Landesvorstand gab Rechenschaft über die Geschäfts- und Kassenführung, es war ein neuer Kassenprüfer zu wählen, es wurde über die Verbandsarbeit 2020 und 2021 gesprochen und über die weitere Entwicklung des BWK auf Landes- und auf Bundesebene diskutiert.

Um die erforderlichen Abstimmungen einfach, nachvollziehbar und komfortabel durchführen zu können, hatte die Landesgeschäftsstelle im Vorfeld der digitalen Mitgliederversammlung mehrere Tools getestet und sich dann für die Abstimmungslösung VoxVote entschieden. VoxVote ermöglicht es, die zur Abstimmung stehenden Fragen im Voraus zu formulieren. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Abstimmungen erhalten zu Veranstaltungsbeginn eine PIN, mit der sie sich auf der Plattform anmelden können. Während der Versammlung werden dann die Fragen durch den Moderator freigeschaltet, sodass die Abstimmungen Zug um Zug durchgeführt werden können. Bei einem Probelauf zu Beginn der Mitgliederversammlung erfolgte eine kurze Einweisung der Versammlungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, im Anschluss war allen Beteiligten ein problemloses Abstimmen möglich.

Weil es nach den Berichten zum Tagesgeschäft, zum Haushalt und zur Kassenprüfung keinen Grund für Nachfragen gab, wurde dem Landesvorstand die Entlastung von der Geschäfts- und Kassenführung für das Haushaltsjahr 2019 erteilt. Das laufende Geschäftsjahr allerdings steht ganz im Schatten der durch die Pandemie nötigen Regelungen. Mit Ausnahme von Baustellenbesichtigungen wurden deshalb alle geplanten Präsenzveranstaltungen abgesagt. Letzteres auch, weil es der Landesvorstand unter dem Blickwinkel sparsamer Haushaltsführung für unvertretbar hielt, Verträge mit Tagungshotels für eine maximale Raumauslastung von 30% abzuschließen. Nach Auffassung des Landesvorstandes kann das Aussetzen von Seminaren, Tagungen oder Kongressen aber keine dauerhafte Lösung sein, zumal rein digitale Formate bisher ein nur unvollkommener Ersatz für Präsenzveranstaltungen sind. Deswegen soll der in das Jahr 2021 verschobene Landeskongress durchgeführt werden. Sofern die Umstände auch im kommenden Jahr Restriktionen verlangen, werden Rücklagen des Landesverbandes herangezogen, um den Kongress als Kombination aus zahlenmäßig eingeschränkter Vorortteilnahme und Videoübertragung auszurichten.

Zur Vorschau auf das Geschäftsjahr 2021 gehörte ebenfalls ein Bericht über die Arbeit auf Bundesebene, also über das bundesweite Miteinander der Landesverbände und die Neuaufstellung der Geschäftsführung im Bundesverband. Aufgrund der vielfältigen Belastungen, denen alle Funktionsträger im BWK unterliegen, lassen sich die Verbandsgeschäfte im Nebenberuf kaum zur Zufriedenheit erledigen. Häufig führt das dazu, dass verspätet oder nur unzureichend reagiert werden kann und nötige Aktivitäten auf der Strecke bleiben. In einem ersten Schritt haben deshalb Landesgeschäftsstellen einige Arbeiten der Bundesgeschäftsstelle übernommen, um so für Entlastung zu sorgen. Das kann aber keine dauerhafte Lösung sein, weswegen alle Landesverbände übereingekommen sind, dass die Bundesgeschäftsführung professionell ausgebaut werden muss. Dafür soll eine Kombination aus bewährter ehrenamtlicher Verfasstheit des BWK und hauptberuflicher Unterstützung etabliert werden. Zukünftig sollen also die ehrenamtlichen Geschäftsführer des BWK-Bundesverbandes durch Personal entlastet werden, das vom BWK bezahlt werden muss. Die dafür erforderlichen Mittel müssen vom Bundesverband und den Landesverbänden aufgebracht werden, weshalb es nötig wird, dass der Landesverband Brandenburg und Berlin ab 01.01.2021 einen höheren Mitgliederbeitrag erhebt. Dem hat die Mitgliederversammlung des Landesverbandes bei einer Stimmenthaltung zugestimmt. Ordentliche Mitglieder werden zukünftig 96,00 €, fördernde Mitglieder 275,00 €, Ruheständlerinnen und Ruheständler 69,00 € und Studierende, Arbeitssuchende und Mitglieder, die sich im Mutterschafts- oder Erziehungsurlaub befinden, 35,00 € bezahlen. Die Entscheidung, die Mitgliedsbeiträge gerade auch in der aktuellen Situation anzuheben, fiel allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Mitgliederversammlung nicht leicht. Die Beitragserhöhung ist aber unumgänglich, wenn der BWK zukünftig wieder als aktives Sprachrohr seiner Mitglieder auftreten soll.

Am Ende der digitalen Mitgliederversammlung stand die Frage, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Format bewerten. Zur Auswahl standen die Antworten „sehr zufriedenstellend“, „überraschend gut“, „eher mittelmäßig“ und „eher schlecht“. Platz 1 mit 75% erreichte die Antwort „sehr zufriedenstellend“. Die verbleibenden 25% erhielt die Antwort „überraschend gut“.

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