Want create site? Find Free WordPress Themes and plugins.

Am Unterlauf der Malxe zwischen Schmogrow und Peitz sowie am Hammergraben zwischen Fehrow und Peitz werden jeweils zwei marode Wehranlagen abgerissen und neu gebaut. Mit dem Neubau erhält jedes der Wehre eine Fischaufstiegsanlage. Dadurch werden beide Gewässer auf insgesamt rund 30 Kilometern für Fische und andere Wasserlebewesen wieder passierbar.

Agrar- und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde: „Die ökologische Durchgängigkeit hat für die Entwicklung dieses Gewässerabschnitts des Spreesystems eine große Bedeutung. Mit den Neubauten werden bestehende Populationen wieder vernetzt sowie die Wanderung und die Verbreitung von Fischen und anderen Wasserlebewesen gesichert. Zudem wird der regionale Biotopverbund aufgewertet.“

In Malxe und Hammergraben leben verschiedene Fischarten wie Flussbarsch, Döbel, Gründling, Aal, Hecht oder Ukelei. Auch der nach europäischem Recht besonders geschützte Bitterling kommt in der Malxe vor.

Die Fischaufstiegsanlagen, sogenannte Vertical-Slot-Pässe, werden platzsparend neben die jeweilige Wehranlage gesetzt und bestehen aus mehreren Einzelbecken, die das Gefälle der Wehranlage stufenweise abbauen. Die einzelnen Becken sind über senkrechte Schlitze miteinander verbunden. Durch die Schlitze können Fische und andere Wasserorganismen flussauf- und flussabwärts wandern. Die Becken werden so dimensioniert, dass strömungsberuhigte Ruhezonen entstehen, wo die Fische gewissermaßen Anlauf zum Aufstieg in das darauffolgende Becken nehmen können.

Mit den Maßnahmen werden die naturschutzfachlichen Zielstellungen übergeordneter Planungen und Richtlinien umgesetzt wie dem Maßnahmenprogramm Biologische Vielfalt Brandenburg oder dem Landeskonzept zur ökologischen Durchgängigkeit der Fließgewässer.

Neben dem Naturschutz haben die Neubauten ein anderes zentrales Ziel. Obwohl Wehranlagen die Verbreitung von Wasserorganismen blockieren, sind sie wichtig, um das Wasser in der Landschaft zu halten und Hochwasser abzuführen – Voraussetzung, für die Bewirtschaftung der angrenzenden Grünland- und Ackerflächen. Alle vier Wehranlagen waren mittlerweile beschädigt und in ihrer Stauhaltung nicht mehr voll funktionsfähig.

Die Gesamtkosten betragen rund 4,7 Million Euro und werden neben den Stiftungsmitteln, die aus Ersatzzahlungen der Eingriffsregelung stammen, vom Land Brandenburg aus der Gewässerrichtlinie finanziert.

[Quelle: MLUL, Pressestelle]

Did you find apk for android? You can find new Free Android Games and apps.