Referentenentwurf zur HOAI 2021 vorgelegt

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 07.08.2020 den Referentenentwurf zur Änderung der HOAI vorgelegt. Danach können die Vertragsparteien das Honorar für die von der HOAI erfassten Leistungen künftig frei vereinbaren. Es wird keine verbindlichen Mindest- und Höchsthonorarsätze mehr geben. Für die Leistungen, für die bisher die verbindlichen Mindest- und Höchsthonorarsätze galten, wird die HOAI künftig Honorartafeln vorsehen, die zur unverbindlichen Orientierung Honorarspannen für diese Leistungen aufzeigen. Außerdem soll die HOAI für die Fälle, in denen keine Honorarvereinbarung in Textform zwischen den Vertragsparteien getroffen wurde, eine Regelung zur vermuteten Honorarhöhe erhalten (sog. Basishonorarsatz). Anders als bisher muss die Honorarvereinbarung künftig nicht schon bei Auftragserteilung geschlossen werden. Die vorgesehenen Änderungen der HOAI bedürfen noch der Zustimmung des Bundesrates. Die neue HOAI soll voraussichtlich am 01.01.2021 in Kraft treten.

Neues Webseminarportal des BWK

Da derzeit noch nicht erkennbar ist, ab wann ungezwungene Begegnungen im Rahmen von Präsenzveranstaltungen wieder einmal möglich sind, haben die BWK-Landesverbände Hessen/Rheinland-Pfalz und Saarland, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen, Mecklenburg-Vorpommern sowie Brandenburg und Berlin gemeinsam mit dem Bundesverband ein Online-Portal für Webseminare eingerichtet. Dieses steht künftig für Seminare, Schulungen, Mitgliederversammlungen, Vorstandssitzungen oder spontane Treffen zur Verfügung und hilft hoffentlich, mit unseren Mitgliedern und interessierten Fachkolleginnen und Fachkollegen in Verbindung zu bleiben.

Die dazu ausgesuchte Plattform hat ihren Serverstandort in Deutschland und erfüllt die Vorschriften der DSGVO. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Nutzung keine Installation erfordert, weder auf dem Hostrechner, noch bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Wichtig ist nur, die jeweils aktuellste Version der Browser Edge, Chrome oder Firefox zu verwenden.

Die BWK-Landesverbände sammeln gerade gemeinsam mit dem Bundesverband Erfahrungen bei der Vorbereitung und Durchführung von Webseminaren und hoffen, dass die Einrichtung eines eigenen Portals die Professionalität des BWK unterstreicht.

2. BWK-Webseminar Mikroplastik in der aquatischen Umwelt

Mikroplastik ist derzeit ein allgegenwärtiges Thema in den Medien und wird als umweltrelevante Problematik wahrgenommen. Die Zahl der Veröffentlichungen zur Untersuchungen der Konzentration von Mikroplastik in der Umwelt steigt stetig. Eine fundierte Risikoanalyse konnte jedoch bislang noch nicht durchgeführt werden, da immer noch grundlegendes Wissen zum Transport von Mikroplastik in der Umwelt fehlt. Im 2. Webseminar des BWK wird der aktuelle Forschungsstand im Rahmen der aufbereitet und übersichtlich dargestellt. Angefangen bei den Grundlagen der Mikroplastikdefinition und den derzeit bekannten Quellen über bisher nachgewiesene Konzentrationen in der aquatischen Umwelt bis hin zu den Senken wird der Weg des Mikroplastiks durch die Gewässer dieser Erde beschrieben. Weiter wird auf die möglichen Umweltrisiken, die Mikroplastik für die Ökosysteme, die aquatischen Organismen und den Menschen birgt, eingegangen. Dabei werden viele Wissenslücken beschrieben, die innerhalb der üblicherweise kurzen Beiträge in Massenmedien so nicht präsentiert werden und zukünftig geschlossen werden müssen. Schließlich werden Möglichkeiten aufgezeigt, Flüsse und Ozeane von der Plastikverschmutzung zu befreien und Plastik auf seinem Weg ins offene Meer frühzeitig abfangen.

Das Seminar wird online durchgeführt. Sie erhalten nach Anmeldung einen Link zum digitalen Seminarraum. Bitte geben Sie für die Registrierung unbedingt Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse an und stellen Sie sicher, dass Ihre IT-Infrastruktur über die Voraussetzungen verfügt, an ZOOM – Meetings teilzunehmen und dass Sie über die zur temporären Installation des Launchers in Ihrem Browser nötigen Rechte verfügen.

Webseminar “Die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Durchführung von Bauvorhaben

Unter den derzeigigen Umständen ist es leider nicht möglich, Seminare oder Fachtagungen in der gewohnten Weise durchzuführen. Deswegen führt der BWK-Landesverband Brandenburg und Berlin gemeinsam mit dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen University am 28.05.2020 ein Webseminar durch, das die Auswirkungen der Pandemie auf die Durchführung von Bauvorhaben betrachtet.

Wie schwer die Auswirkungen des Ausbruchs von SARS-CoV-2 wirklich werden, läßt sich zurzeit noch nicht absehen. Neben der gesundheitlichen Bedrohung werden die Einschränkungen, die getroffen wurden, um die Entwicklung der Pandemie zu verlangsamen, Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, die von einer Vielzahl von Experten als ebenso dramatisch eingeschätzt werden, wie die Pandemie selbst. Das betrifft auch laufende sowie zukünftige Bauvorhaben. Aktuell werden die meisten Bauvorhaben ohne Einschränkungen weiter geführt. Trotzdem haben verschiedene Unternehmen bereits vorsorglich auf eine mögliche Behinderung infolge der Corona-Pandemie hingewiesen. In diesem Zusammenhang genannte hinderne Umstände sind Quarantäne, die fehlende Möglichkeit zur Einhaltung empfohlener Mindestabstände, Unterbrechungen der Materiallieferung oder, insbesondere in Grenznähe, fehlendes Personal als Folge von Einreisebeschränkungen. (Bau-)rechtlich ist die Situation in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Beispiel. Bisher waren Starkniederschläge, Hochwasser oder ungewöhnlich kalte Temperaturen Fälle höherer Gewalt. Kommen nun Pandemien hinzu? Und wenn ja, welche Folgen hat das für laufende und zukünftige Verträge, wer trägt die Kosten und wer kommt für Folgekosten aus verspäteter Fertigstellung auf? Und was ist mit laufenden Vergaben, konnten oder mussten Bieter die Situation bei der Kalkulation einpreisen oder entfällt nun die Geschäftsgrundlage?

In (für uns alle) ungewöhnlichen Zeiten will der BWK mit diesem Seminar die bau- und vergaberechtlichen Fragestellungen der Pandemie beleuchten und Vorschläge für die Lösung damit verbundener Fragen vorstellen. Die Anmeldung zum Seminar finden Sie auf diesen Seiten.

IFAT 2020 fällt aus

In Abstimmung mit dem Executive Board des Ausstellerbeirats und den ideellen Trägern der IFAT hat die Messe München unter den IFAT-Ausstellern eine Umfrage durchgeführt. Ihr zufolge spricht sich der Großteil der Aussteller gegen eine Durchführung der IFAT vom 7. bis 11. September 2020 aus. Um allen Kunden eine größtmögliche Planungssicherheit zu gewährleisten, wird die IFAT 2020 in enger Abstimmung mit dem Executive Board des Ausstellerbeirats nicht stattfinden.

„Eine sichere und erfolgreiche IFAT 2020 für alle Beteiligten, das war unser wichtigstes Anliegen. Leider erweist sich diese Zielsetzung auch beim neuen Termin aufgrund der weiterhin nicht vorhersehbaren Gegebenheiten als nicht mehr realisierbar“, erklärt Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München.

Die Messe war bereits von Mai auf September verschoben worden. „Wir sagen deshalb schweren Herzens auch den Alternativtermin ab. Die nächste reguläre IFAT findet vom 30. Mai bis 3. Juni 2022 statt“, sagt Rummel. Die Messe München und das IFAT-Team verstehen sich dabei auch in dieser bewegten Zeit als Partner der Branche: „Wir werden unsere Plattform weiterentwickeln und digital ergänzen, um der Umweltbranche wieder neuen Schwung zu geben – am Heimatstandort München und auch international.“

Besuchertickets werden automatisch rückerstattet.

30 Jahre BWK-Landesverband Brandenburg und Berlin e.V.

Im Februar 1990 veröffentlichte der BWK-Bundesvorstand in der Fach- und Verbanszeitschrift “Wasser und Boden” einen Aufruf an seine Mitglieder, Kontaktdaten von Fachkolleginnen und Fachkollegen aus der DDR zu sammeln und an den Bundesvorstand weiterzuleiten. Die Adressaten erhielten daraufhin Briefe mit Fachzeitschriften, Informationen über den BWK und, selbstverständlich, einen Aufnahmeantrag. Die so gewonnenen Einzelpersonen wurden, da es in der DDR keine BWK-Landesverbände gab, Mitglieder des BWK-Bundesverbandes. Im April 1990 wurde von Einzelmitgliedern des BWK erstmals über eine mögliche Gründung eines BWK-Landesverbandes in den Bundesländern Brandenburg und Berlin gesprochen. Am 26./27. April 1990 wurden Einladungen zur Gründungsversammlung des BWK Landesverbandes Brandenburg / Berlin (Ost) verschickt, der rund 50 Kolleginnen und Kollegen Folge leisteten und sich am 19. Mai 1990  im Speiseraum der damaligen Wasserwirtschaftsdirektion trafen.

 Nachdem zunächst beschlossen wurde, einen BWK-Landesverband Brandenburg und Berlin (Ost) zu gründen, erklärten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Beitritt zum Verband. Anschließend wurde dessen Vorstand gewählt und mit der Eintragung in das Vereinsregister beim Stadtbezirksgericht Berlin-Mitte beauftragt.

Anlässlich des 30. Jahrestages der Gründung des BWK-Landesverbandes Brandenburg und Berelin hat der Vorstand des Landesverbandes versucht, aus Altunterlagen eine Chronik zusammenzustellen, mit der die Entwicklung des Landesverbandes nachgezeichnet wird.

Neue Serviceseiten des BWK-Landesverbandes Brandenburg und Berlin e.V.

Beim 34. Bundeskongress 2020 sind die Landesverbände des BWK übereingekommen, gemeinsam mit dem Bundesverband ein neues Serviceportal zu starten, dass Mitgliedern und Vorständen eine webbasierte Zusammenarbeit ermöglicht. Seit dem 03.04.2020 steht dieses Portal im Landesverband Brandenburg und Berlin zur Verfügung. Es soll nun schrittweise zur zentralen Informations-, Kommunikations- und Serviceplattform für unsere Mitglieder ausgebaut werden. Login- und Kalenderfunktionen sollen in diese Webseite integriert werdem.  Sobald alle Features zu unserer Zufriedenheit umgesetzt und eingebunden sind, werden auch administrative Aufgaben mit dieser Anwendung erledigt. Unsere Mitglieder erhalten in den kommenden Tagen Login-Informationen, mit denen sie Anschriften- und Statusänderungen künftig allein vornehmen und sich an Diskussionen und Foren beteiligen können. Das alles nicht nur in diesem Portal, sondern ebenfalls via App auf dem Handy. Im Veranstaltungswidget können Mitglieder und Gäste zukünftig komfortabel ihre Teilnahme an Tagungen, Seminaren und Exkursionen buchen und bekommen diese sofort bestätigt.

COVID-19

Die vom BWK-Landesverband Brandenburg und Berlin vorbereiteten Veranstaltungen sind in der Regel langfristig geplant. Diese Planung konnte die aktuelle Entwicklung sowie die behördlich angeordneten Verhaltensweisen betreffend SARS-CoV-2 nicht berücksichtigen. Nach dem aktuellen Verordnungsstand dürfen bis zum 19.04.2020 keine öffentlichen Veranstaltungen durchgeführt werden. In Anbetracht dessen, haben wir die ursprünglich für den 29.04.2020 geplante Fachtagung “Geotextilien im Wasserbau – Gefahr für die Umwelt?” auf den 07.10.2020 und den 27. Landeskongress auf den 30.10.2020 verschoben. Ob weitere Veranstaltungen verschoben werden müssen, können wir zurzeit noch nicht absehen.

Wir halten Sie hier und auf unserer Homepage www.bwk-bb.de auf dem Laufenden und entschuldigen uns für eventuelle Unannehmlichkeiten. Sofern Sie Rückfragen zur Veranstaltungsplanung des BWK-Landesverbandes haben, stehen wir Ihnen unter den bekannten Kontaktdaten jederzeit sehr gern zur Verfügung.

Wasserstand der Oberen Havel

Trotz der ergiebigen Niederschläge in den vergangenen Wochen führen Havel und Spree weniger Wasser als in dieser Jahreszeit üblich. Im Einzugsgebiet der Oberen Havel und der Spree herrscht aufgrund der Trockenheit in den Jahren 2018 und 2019 nach wie vor eine sehr geringe Bodenfeuchte, insbesondere in tieferen Bodenschichten. So liegt der Wasserstand der Müritz, aus der die Havel entspringt, knapp 40 Zentimeter unter dem für das Frühjahr üblichen Pegelstand. Auch die Grundwasserstände im Einzugsgebiet der Havel liegen noch immer deutlich unter dem langjährigen Mittel. Falls ergiebige Niederschläge in diesem Sommer ausbleiben sollten, wäre auch in diesem Jahr mit einem sehr geringen Abfluss der Havel und somit einem Rückgang der Wasserstände in der sogenannten Stauhaltung Spandau (dem Abschnitt zwischen der Schleuse Spandau und der Schleuse Lehnitz) zu rechnen.

Um für die Havel eine zusätzliche Reserve für die Sommermonate zu sichern, wird dieses Jahr die – im Frühjahr übliche – gesteuerte Absenkung des Wasserstandes der Havel um rund 20 Zentimeter ausgesetzt. Eine gesteuerte Absenkung der Wasserstände auf den sogenannten Sommerstau in der Stauhaltung Spandau unterbleibt und der Wasserstand wird ab dem 24. März 2020 soweit wie möglich auf dem so genannten Winterstau gehalten (Wasserstand Spandau Oberpegel von 355 cm / 31,51 m über Normalhöhennull).

Weltwassertag im Zeichen des Klimawandels: Landesweites Niedrigwasserkonzept und Wassermanagement in der Lausitz

Der diesjährige Weltwassertag stand unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“. Mit dem Ausstieg aus der Braunkohleverstromung leistet auch Brandenburg einen Beitrag zum Klimaschutz. Damit gehen erhebliche Veränderungen für den Wasserhaushalt der Lausitz einher. Nach der großflächigen Hebung und Einleitung von Grundwasser in die Flussgebiete muss das künftige Wassermanagement optimal an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Außerdem erarbeitet das Umweltministerium ein landesweites Niedrigwasserkonzept. Bereits in den Jahren 2018/2019 waren die Auswirkungen großer Trockenheit in Verbindung mit einer langen Sonnenscheindauer und hohen Temperaturen auf den Wasserhaushalt der bergbaulich beeinflussten Fließgewässer zu beobachten. Die daraufhin kurzfristig eingerichtete länderübergreifende Arbeitsgruppe „Extremsituation“ stimmt Bewirtschaftungsmaßnahmen ab, um ein Trockenfallen der Flussgebiete zu verhindern. Das Umweltministerium arbeitet – entsprechend dem Koalitionsvertrag – an einem landesweiten Niedrigwasserkonzept, das Managementmaßnahmen und flussgebietsbezogene Bewirtschaftungskonzepte beinhalten soll. Für ein flussgebietsbezogenes Niedrigwasserkonzept der bergbaulich geprägten Flussgebiete Spree und Schwarze Elster werden in einem ersten Schritt die Abflüsse der Spree, Schwarzen Elster und Lausitzer Neiße in Zusammenhang mit dem geplanten Braunkohlenausstieg sowie dem Klimawandel durch ein Gutachten untersucht.