Kongress und Messe Wasser Berlin eingestellt

Die Messe Wasser Berlin International (WBI) wurde erstmals 1963 durchgeführt. Zu den Messeschwerpunkten gehörten der Wasserschutz, die Regenwasserbewirtschaftung, die Wassergewinnung und Wasseraufbereitung sowie die Wasserverteilung. Fachaussteller und Fachbesucher kamen aus dem In- und Ausland nach Berlin, um sich über aktuelle Trends und Neuigkeiten auf dem Markt zu informieren. Der BWK war Partner von Wasser Berlin International und trat bis zum Jahr 2014 regelmäßig als Fachaussteller und Kongresspartner in Erscheinung. Über viele Jahrzehnte wurde dabei der Messestand des BWK von Mitgliedern der Bezirksgruppe Berlin betreut. Wie Wasser Berlin International nun mitteilte, wird die Fachmesse mit ihrer über 50-jährigen Geschichte eingestellt, da die Anmeldezahlen nicht mehr ausreichten, die Messe erfolgreich durchzuführen. WBI 2019 wurde deshalb abgesagt.

BWK-Bundesversammlung tagte in Lüneburg

Im Rahmen des 33. Bundeskongresses des BWK fand am 20.09.2018 die Bundesversammlung des BWK statt. An der Bundesversammlung nehmen die Mitglieder des Bundesvorstandes sowie die Delegierten der BWK-Landesverbände teil. Themen waren u.a:

der Geschäfts- und Kassenbericht
die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden
die Entwicklung der Fach- und Verbandszeitschrift des BWK
die technisch wissenschaftliche Arbeit
die Aus- und Fortbildung
die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten
die Neuwahl eines Referenten für Öffentlichkeitsarbeit und
die Neuwahl einer Koordinatorin der technisch-wissenschaftlichen Arbeit.

Der 34. Bundeskongress des BWK wird vom 19.09.2019 bis 21.09.2019 in Radebeul durchgeführt.

Hochwasserschutz an der Schwarzen Elster

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger traf sich mit Kommunalvertreter der Anrainerkommunen der Schwarzen Elster in Potsdam, um Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur Gewässerunterhaltung an der Schwarzen Elster zu erörtern. Mitte September 2018 hatte Minister Vogelsänger die Bürgermeister und andere Kommunalvertreter von Anliegergemeinden der Schwarzen Elster nach Potsdam eingeladen, um über den Stand des Hochwasserschutzes und der Gewässerunterhaltung zu sprechen. Vogelsänger reagierte damit auf einen vom Landrat des Landkreises Elbe-Elster, Bürgermeistern sowie Amtsdirektoren der Anrainerkommunen aus den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz unterzeichneten offenen Brief vom 25. Juli 2018, in dem die unzureichende Gewässerunterhaltung und der aus Sicht der Anrainer unbefriedigende Umsetzungsstand der investiven Hochwasserschutzplanungen an der Schwarzen Elster kritisiert wurden. Vertreter des Ministeriums und des Landesumweltamts informierten über geplante Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Schwarzen Elster. Insbesondere zum Planungsstand der Ortslagenplanungen in Ortrand, Elsterwerda, Bad Liebenwerda und Herzberg, Kombinationsprojekte mit dem Straßenbau (Hochwasserschutz in Kombination mit dem Ausbau der B169 von Ruhland bis zur Ortsumgehung Plessa und den Ortsumgehungen Plessa und Elsterwerda) sowie zu den Projekten des Nationalen Hochwasserschutzprogramms (Nutzung der Tagebaurestseen für den Hochwasserrückhalt und Deichrückverlegungen entlang der Schwarzen Elster). Es wurde im Einvernehmen festgelegt, dass ein regelmäßiger Dialog stattfindet, um den laufenden Planungsstand zum Hochwasserschutz und zur Durchführung der Gewässerunterhaltung zu erörtern. Des Weiteren wird das Ministerium künftig alle Informationen zum Hochwasserschutz und zur Gewässerunterhaltung an der Schwarzen Elster im Internetangebot des Ministeriums unter www.mlul.brandenburg.de zusammengefasst und kontinuierlich aktualisiert darstellen.

Aktionsplan Spreewald

Den Spreewald als besonders wertvolle Kulturlandschaft zu erhalten, ist eine landesweite Aufgabe. Gerade das Brandenburger Umweltministerium hat in den vergangenen Jahren seine Anstrengungen enorm verstärkt. Allein die jährlichen Kosten für Unterhaltung von Gewässern und Anlagen betragen rund 3,3 Millionen Euro. Für die Entschlammung der Spreewaldfließe wurden seit Beginn des Projekts Maßnahmen in einem Umfang von rund 605.000 Euro umgesetzt. Unter der Überschrift „Aktionsplan Spreewald erarbeiten – Kulturlandschaft Spreewald aktiv gestalten“ wurde die Landesregierung beauftragt, ein Strategiepapier für die weitere Entwicklung der Spreewald-Region vorzulegen.

Landeskongress 2019 in Rheinsberg

Der 26. Jahreskongress des BWK-Landesverbandes Brandenburg und Berlin wird am 17./18.05.2019 in Rheinsberg durchgeführt. Tagungshotel ist das in idyllischer Hafenatmosphäre gelegene Maritim Hafen Hotel, das auch Ausgangspunkt für das Rahmenprogramm und die Fachexkursion sein wird. Der Kongress steht unter dem für das flache Land eher untypischen Motto „Wasserkraft – Energie der Zukunft?“. Geplant sind Vorträge, die sich mit den unterschiedlichsten Aspekten des Themas auseinandersetzen, so z.B.

Wasserkraft – Stand und Zukunft
Ermittlung von Wasserkraftpotenzialen
Das Hochleistungswasserrad in der Aller – Blaupause für Brandenburg?
Instandsetzung, Erweiterung und Neubau von Wasserkraftanlagen in Brandenburg
Wasserkraft in Brandenburg – eine kritische Analyse aus ökologischer Sicht
Wasserkraft weltweit – Strom der Gezeiten
Sanierung von Pumpspeicherwerken am Beispiel des PSW Finnentrop-Rönkhausen

Neue Hochwasserschutzanlage für DB-Werksgelände in Wittenberge übergeben

Am 12.09.2018 hat Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger eine Hochwasserschutzanlage für das DB-Fahrzeuginstandhaltungswerk in Wittenberge übergeben. Damit ist nun ein besserer Schutz des Werksgeländes bei Hochwassern der Elbe gewährleistet.

Während des Hochwassers im Juni 2013 waren die Wasserstände im Bereich der Stadt Wittenberge so hoch angestiegen, dass insgesamt rund 4 Kilometer Notdeiche hergestellt werden mussten. Auf dem Betriebsgelände des DB-Werks war damals ein rund 1.000 Meter langer Notdamm aufgeschüttet worden, der die Flutung des Geländes und der dort befindlichen technischen Anlagen sowie die rückwärtige Flutung der Stadt Wittenberge verhinderte.

Mit Fertigstellung der Hochwasserschutzmauer aus Spundwandbohlen ist das Werksgelände am westlichen Rand der Stepenitz-Niederung nun gegen ein hundertjährliches Elbehochwasser geschützt. Gleichzeitig verhindert die Anlage, dass die Stadt Wittenberge bei einem Hochwasser über die Stepenitz-Niederung geflutet würde.

BWK-Diskussionspapier “Seensanierung” nun bei Fraunhofer IRB

Das von einer technisch-wissenschaftlichen Arbeitsgruppe des Landesverbandes erarbeitete Diskussionspapier versteht sich weder als technische Regel, noch als Merkblatt. Es will vielmehr eine Handreichung für den Praktiker sein und zeigt auf, in welchem Umfang Voruntersuchungen erfolgen sollten und welche Restaurierungsmaßnahmen derzeit Anwendung finden können. Weiter werden Hinweise für die Planung und Bauvorbereitung gegeben, gesetzliche Grundlagen beleuchtet und Planungsschritte bei der Bauvorbereitung und Durchführung dargestellt. Neben Ausführungen zur Durchführung der Bauarbeiten enthält das Diskussionspapier auch Anregungen zum Monitoring und der Erfolgskontrolle und eine Übersicht zu kostenwirksamen Leistungen bei der Vorbereitung und Durchführung der Arbeiten.

Das Diskussionspapier, das durch eine Reihe von Fallbeispielen abgerundet wird, soll nun in die Publikationsreihe des BWK-Bundesverbandes aufgenommen werden und damit zukünftig über das Fraunhofer-Informationszentrums Raum und Bau vertrieben werden.

Brandenburg und Sachsen-Anhalt stimmen sich zum Hochwasser an der Schwarzen Elster ab

Zur gemeinsamen Kabinettsitzung der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt am 5. Juni 2018 beschlossen die Landesregierungen, den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit im Hochwasserschutz, insbesondere im NHWSP-Verbundprojekt „Deichrückverlegungen entlang der Schwarzen Elster“ noch enger zu gestalten. Hierzu wurde eine länderübergreifende Steuerungsgruppe gebildet. Am 15. August 2018 fand nun die erste Sitzung mit ministeriellen Vertretern des Landes Brandenburg und Sachsen-Anhalt statt.

Die Hochwasserschutzexperten informierten über den Umsetzungsstand der geplanten Maßnahmen entlang der Schwarzen Elster. Im Ergebnis der Sitzung wurde vereinbart, für eine geplante Rückverlegungsfläche in Sachsen-Anhalt bei Arnsnesta zu prüfen, ob diese über die Landesgrenze hinweg bis nach Brandenburg vergrößert werden kann. Hierzu werden die Fachämter beider Länder weitere Untersuchungen vornehmen.

20 Jahre Fach- und Verbandszeitschrift “WASSER UND ABFALL”

Mit 12 Heften im Jahr, die je 7 bis 9 Fachaufsätze enthielten, hatte unsere Zeitschrift auch einen sehr großen Anteil an der Fortbildungsarbeit des BWK. Zwischen 1952 und 1992 erschien zur Jahresmitte ein Doppelheft mit dem Jahresbericht der Wasserwirtschaft. Von 1993 bis 1999 wurden der Abfall- und der Wasserwirtschaft im Juni bzw. Juli jeweils eigene Schwerpunkthefte mit den Jahresberichten gewidmet. Darin stellten die Länder bedeutende Maßnahmen dar und gaben eine Übersicht über die aufgewendeten Mittel. Über ihr Wirken berichteten Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände bereits seit 1990 auch im Bereich Abfallwirtschaft. Die Zeitschrift hat sich damit inhaltlich ständig auf die veränderten Arbeitsfelder der BWK-Mitglieder eingestellt. WASSER&BODEN wurde bis zum 31. Dezember 1995 vom Paul Parey Zeitschriftenverlag in Hamburg verlegt. Nach dem Verkauf der Zeitschrift an den Blackwell Wissenschaftsverlag in Berlin gelang es nicht, Einvernehmen über die Weiterführung des Titels zu erzielen, sodass der BWK an Hand eines Pflichtenheftes mit anderen Fachverlangen über die Herausgabe einer Fach- und Verbandszeitschrift verhandeln musste.

Nach vielen intensiven Verhandlungen konnte dann mit der Friedrich Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH in Wiesbaden ein zukunftsfähiger Vertrag geschlossen werden. Dieser Verlag gehörte seinerzeit zur Bertelsmann Verlagsgruppe. Im Frühjahr 2003 haben die Investmenthäuser Cinver und Candover die gesamte Fachverlagssparte Bertelsmann-Springer vom Bertelsmann Konzern erworben. Die Investmentgruppe hatte bereits im Januar 2003 das niederländische Verlagshaus Kluwer Academic Publishers übernommen. Durch den geplanten Zusammenschluss beider Verlage soll die weltweit zweitgrößte Fachverlagsgruppe im Bereich Wissenschaft, Technologie und Medizin entstehen.

Leider lag das Titelrecht für WASSER&BODEN seinerzeit beim Blackwell Wissenschaftsverlag und war weder vom BWK noch von der Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsges. für einen vertretbaren Kaufbetrag zu erwerben. Daher entschlossen sich die Vertragspartner zur Herausgabe einer neuen Zeitschrift unter dem Titel „WASSER UND ABFALL“. Seit dem 1. Januar 1999 erscheint WASSER UND ABFALL als Fach- und Verbandszeitschrift des BWK. Die Ironie des Schicksals wollte es, dass der Blackwell Wissenschaftsverlag im Jahr 2003 WASSER & BODEN an die Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsges. verkaufte und dieser dem BWK das Angebot machte, beide Zeitschriften unter dem Titel WASSER UND ABFALL zusammenzuführen. Seit dem 1. September 2003 ist diese Zusammenführung umgesetzt.

Ökologische Umgestaltung der Grünfläche Auerdreieck

Die Grünfläche Auerdreieck in Friedrichshain wird ökologisch umgestaltet und die Aufenthaltsqualität verbessert. Eine entsprechende Vereinbarung haben Senatorin Regine Günther und Bezirksstadtrat Florian Schmidt unterzeichnet. Das Vorhaben wird im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Weitere Mittel werden aus der „Strategie Stadtlandschaft“ und durch den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bereitgestellt.

Die öffentlich zugängliche Grünanlage Auerdreieck nördlich der Karl-Marx-Allee liegt zwischen mehrgeschossigen, denkmalgeschützten Wohngebäuden. Sie ist für viele Anwohnerinnen und Anwohner der Umgebung ein wichtiger Naherholungsraum. Allerdings sind die vorhandenen Grün- und Freiflächen stark sanierungsbedürftig.

Durch die ökologische Umgestaltung des Auerdreiecks werden naturnahe Erlebnisräume, Begegnungsorte und Ruhezonen geschaffen. Zudem sollen Wildwiesen und Wildstaudensäume neu angelegt werden. Die bestehenden Flächen von Bolz- und Spielplatz werden zum Teil erweitert und umfassend neu gestaltet; Platz- und Wegeflächen werden weitgehend entsiegelt und die Eingangsbereiche und Wege barrierefrei gestaltet. Zudem sollen die baufälligen ober- und unterirdischen Bauwerke des ehemaligen Fernwärmesystems entfernt und dadurch zusätzliche Grünflächen erschlossen werden. Insgesamt entstehen so mehr als 15.000 m2 ökologisch wirksame Flächen. Im Zuge der Umgestaltung ist eine Bürgerbeteiligung vorgesehen.