33. Bundeskongress des BWK in Lüneburg

Vom 20. bis 21.09.2018 findet der diesjährige Bundeskongress des BWK statt. Er steht unter dem Motto „Von der Heide zur Elbe – Wasserwirtschaft im Zeichen des Klimawandels“ und beschäftigt sich ausdrücklich nicht nur mit Problemen, die Mitglieder und Fachkollegen zwischen Elbe und Heide bewegen. Namhafte Referentinnen und Referenten stellen in 2 Fachforen neue Ansätze zu den Themen Hochwasserschutz im Binnenland und Grundwassermenge und Wassermanagement vor. Der 33. Bundeskongress des BWK wird abgerundet durch eine Fach- und Industrieausstellung, eine Fachexkursion nach Hitzacker und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Weitere Informationen sowie das Buchungsportal finden Sie unter www.bwk-bund.de.

Hochwasserschutzwand Wittenberge

Rechtzeitig vor dem Brandenburg-Tag und damit voll im Zeitplan übergab Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger eine weitere Hochwasserschutzmaßnahme mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Millionen Euro in Wittenberge. Mit der rund 400 m langen Spundwand ist nun ein vollständiger Schutz des Industriegebiets Süd in Wittenberge gegen ein 100-jährliches Hochwasser erreicht. Das Industriegebiet Süd und die hier angesiedelten Branchen liegen im Rückstaubereich der Stepenitz. Während des Sommerhochwasser 2013 musste auf etwa 1.350 Metern Länge ein Notdeich errichtet werden. Der Startschuss für den Hochwasserschutz im Bereich des Industriegebiets Süd fiel bereits 2012. Im 1. Bauabschnitt wurde eine Hochwasserschutzwand in Stahlbetonbauweise auf einer Länge von rund 820 Metern zwischen der Hafenspitze bis zum Anleger 3 errichtet. Im Jahr 2015 wurde im 3. Bauabschnitt eine 150 Meter lange Lücke in Spundwandbauweise geschlossen. Seit Beginn der Bauarbeiten im 2. Bauabschnitt im November 2017 wurden knapp 300 Tonnen Stahlspundwandbohlen auf einer Länge von 400 Metern gerammt.

BWK-Arbeitsgruppe „Umgang mit hohen Grundwasserständen“

Hohe Grundwasserstände sind in den letzten Jahrzehnten in vielen Regionen Deutschlands bekannt geworden. Vielfach waren Bauwerke nur unzureichend gegen drückendes Grundwasser geschützt. Insbesondere das August-Hochwasser 2002 an der Elbe und das Juni-Hochwasser 2013 an Elbe, Donau und Alz haben aufgezeigt, dass infolge eines Flusshochwassers oder infolge extremer Niederschlagsereignisse auftretende Anstiege des Grundwassers zu erheblichen Schäden durch Auftrieb und Vernässung führen können. Darüber hinaus sind in vielen Gebieten durch Rückgänge der Grundwasserförderung für öffentliche und industrielle Wasserversorgung, aber auch in (ehemaligen) Bergbaugebieten Grundwasserwiederanstiege und vielfach damit einhergehende Gebäudevernässungen aufgetreten. Die Arbeitsgruppe „Umgang mit hohen Grundwasserständen“ innerhalb des Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (www.bwk-bund.de) nimmt sich dieser Problemstellung an mit dem Ziel, einen Praxisleitfaden zu erarbeiten, der Behörden bei der Entscheidungsfindung und bei Ausschreibungen unterstützt, Ingenieurbüros bei Planung und Ausführung hilft und Betroffene rundum das Thema hohe Grundwasserstände informiert. Mittlerweile haben sich mehr als 25 Fachleute in der Arbeitsgruppe zusammengeschlossen.

Nitratbelastung in Brandenburg gering – Projekt Stickstoffeinträge wird fortgesetzt

Das am 21.06.2018 veröffentliche EuGH-Urteil zur Nitratbelastung in Gewässern in Deutschland sieht das Brandenburger Umweltministerium als Bestätigung an, in dem Bemühen, Nährstoffeinträge weiter zu reduzieren, nicht nachzulassen. Auf ihrer Frühjahrstagung am 7. Juni haben die Umweltminister der Länder in Bremen einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Länder haben danach den Bund aufgefordert, den hier vorgelegten Bericht „Grundwasserschutz als nationale Aufgabe – Weitergehende Schritte zur Reduktion der Nährstoffeinträge“ bei einer späteren Evaluierung des Düngerechts im Rahmen der EG-Nitratrichtlinie heranzuziehen. Bei ihrer Beurteilung bezogen sich die Luxemburger Richter allerdings auf die Situation im Jahr 2012. Die Verschärfungen und dadurch erwarteten Verbesserungen aus dem Jahr 2017 wurden noch nicht berücksichtigt. Sie werden auch erst nach und nach messbar sein. Die deutsche Düngegesetzgebung war 2017 novelliert worden, um die Quellen für Nitrateinträge besser zu identifizieren beziehungsweise abzustellen. Brandenburg hat an der Überarbeitung der Düngeverordnung aktiv mitgewirkt.

Wehr Gnevsdorf wieder betriebsbereit

Nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten kann der Betrieb des Wehrs Gnevsdorf wieder aufgenommen werden. Nach der seit November 2017 erfolgten Demontage der Stahlbauteile und deren Überarbeitung erfolgte seit April die Montage. Zweimal waren dafür der derzeit größte Mobilkran Deutschlands sowie zwei Hilfskräne vor Ort, um die Bauteile zu einzusetzen. Der Erhalt der Durchgängigkeit der Brücke für Radfahrer, Wanderer und Angler, der Einsatz schwerer Technik auf Grund der massiven Bauweise des Wehrs und eine ausreichende Wasserführung in der Fischaufstiegsanlage waren große logistische Herausforderungen. Zudem mussten während der Bauzeit die Wasserstände im Gnevsdorfer Vorfluter und der Elbe beachtet werden, da bei Hochwasser keine Kranarbeiten erfolgen können.

BWK-Landesverband bedankt sich bei seinem Schatzmeister

Die Delegiertenversammlung des BWK-Landesverbandes Brandenburg und Berlin verabschiedete am 16.06.2018 unseren langjährigen Schatzmeister Jürgen Schwenke. Herr Schwenke trat sein Amt am 12.05.2000 bei der Gründung des Landesverbandes Brandenburg und Berlin (Ost) an und übte es seit dem über 28 Jahre lang aus. Er war unser Schatzmeister im besten Sinn des Wortes – korrekt, exakt und ständig darauf bedacht, sowohl die finanziellen Verpflichtungen des Landesverbandes zu erfüllen, wie auch darauf, keine Außenstände zuzulassen.

Landesamt für Umwelt stellt Planungen zum regionalen Hochwasserrisikomanagement an der Spree vor

Über das geplante Hochwasserrisikomanagement an der Spree und ihren Nebenflüssen in Brandenburg informierten Vertreter des Landesamts für Umwelt (LfU) am 18. Juni 2018 in Lübben. Die öffentliche Veranstaltung richtete sich insbesondere an interessierte Bürger in den Anliegerkommunen der Spree. Nach den extremen Hochwasserereignissen der letzten Jahre soll mit dem Hochwasserrisikomanagement die Grundlage für einen besseren Hochwasserschutz gelegt werden. Fachleute des LfU stellten den aktuellen Stand der Planungen und der Umsetzung an der Spree und deren Nebenflüssen vor.

Grünzug Panke wird ausgebaut

Zweiter Bauabschnitt für den 20 km langen Grünzug beginnt. Die Baumaßnahmen für den zweiten Bauabschnitt des Grünzugs Südpanke zwischen Chausseestraße und Habersaathstraße begannen am 06.05.2018 mit der Baustelleneinrichtung, es folgt der Abriss von Zäunen und Mauern. Mit der Baumaßnahme wird die Südpanke, die zwischen Chausseestraße und Habersaathstraße unterirdisch in Rohren verläuft, auf rund 700 Metern wieder als offenes Gewässer erlebbar werden. Gleichzeitig entsteht ein etwa 2,9 Hektar großer Park als Teil eines zusammenhängenden Grünzuges zwischen dem Invalidenpark und dem Südpankepark im Norden. Dafür wird die Topografie leicht verändert: Der Hauptweg erhält eine steinerne Uferkante entlang des offenen Gewässers und wird künftig zum Flanieren, Radfahren oder Verweilen einladen.

Baubeginn am Oderdeich bei Friedrichsthal

Am 24.05.2018 erfolgte durch Jörg Vogelsänger, Minister für Ländliche Enticklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, der erste Spatenstich zur Ertüchtigung des Oderdeichs bei Friedrichsthal. Vor Beginn der Baumaßnahmen steht zunächst noch eine sehr aufwendige Kampfmittelberäumung an. Auch der Baugrund stellt Planer und Baubetrieb vor eine große Herausforderung. Dem Landesamt für Umwelt und dem bauausführenden Betrieb steht damit eine der aufwendigsten Deichbaumaßnahmen entlang der Oder bevor.

Berlin gründet Regenwasseragentur

Das Land Berlin hat gemeinsam mit dem Berliner Wasserbetrieben die Berliner Regenwasseragentur gegründet, deren Aufgaben der Wissenstransfer, die Beratung und die Vernetzung sein soll. Die Regenwasseragentur ist bei den Berliner Wasserbetrieben angegliedert und soll Verwaltung, Planungsbüros und Bürger bei der Umsetzung dezentraler Regenwasserbewirtschaftungskonzepte unterstützen.