Neue Hochwasserschutzanlage für DB-Werksgelände in Wittenberge übergeben

Am 12.09.2018 hat Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger eine Hochwasserschutzanlage für das DB-Fahrzeuginstandhaltungswerk in Wittenberge übergeben. Damit ist nun ein besserer Schutz des Werksgeländes bei Hochwassern der Elbe gewährleistet.

Während des Hochwassers im Juni 2013 waren die Wasserstände im Bereich der Stadt Wittenberge so hoch angestiegen, dass insgesamt rund 4 Kilometer Notdeiche hergestellt werden mussten. Auf dem Betriebsgelände des DB-Werks war damals ein rund 1.000 Meter langer Notdamm aufgeschüttet worden, der die Flutung des Geländes und der dort befindlichen technischen Anlagen sowie die rückwärtige Flutung der Stadt Wittenberge verhinderte.

Mit Fertigstellung der Hochwasserschutzmauer aus Spundwandbohlen ist das Werksgelände am westlichen Rand der Stepenitz-Niederung nun gegen ein hundertjährliches Elbehochwasser geschützt. Gleichzeitig verhindert die Anlage, dass die Stadt Wittenberge bei einem Hochwasser über die Stepenitz-Niederung geflutet würde.

BWK-Diskussionspapier “Seensanierung” nun bei Fraunhofer IRB

Das von einer technisch-wissenschaftlichen Arbeitsgruppe des Landesverbandes erarbeitete Diskussionspapier versteht sich weder als technische Regel, noch als Merkblatt. Es will vielmehr eine Handreichung für den Praktiker sein und zeigt auf, in welchem Umfang Voruntersuchungen erfolgen sollten und welche Restaurierungsmaßnahmen derzeit Anwendung finden können. Weiter werden Hinweise für die Planung und Bauvorbereitung gegeben, gesetzliche Grundlagen beleuchtet und Planungsschritte bei der Bauvorbereitung und Durchführung dargestellt. Neben Ausführungen zur Durchführung der Bauarbeiten enthält das Diskussionspapier auch Anregungen zum Monitoring und der Erfolgskontrolle und eine Übersicht zu kostenwirksamen Leistungen bei der Vorbereitung und Durchführung der Arbeiten.

Das Diskussionspapier, das durch eine Reihe von Fallbeispielen abgerundet wird, soll nun in die Publikationsreihe des BWK-Bundesverbandes aufgenommen werden und damit zukünftig über das Fraunhofer-Informationszentrums Raum und Bau vertrieben werden.

Brandenburg und Sachsen-Anhalt stimmen sich zum Hochwasser an der Schwarzen Elster ab

Zur gemeinsamen Kabinettsitzung der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt am 5. Juni 2018 beschlossen die Landesregierungen, den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit im Hochwasserschutz, insbesondere im NHWSP-Verbundprojekt „Deichrückverlegungen entlang der Schwarzen Elster“ noch enger zu gestalten. Hierzu wurde eine länderübergreifende Steuerungsgruppe gebildet. Am 15. August 2018 fand nun die erste Sitzung mit ministeriellen Vertretern des Landes Brandenburg und Sachsen-Anhalt statt.

Die Hochwasserschutzexperten informierten über den Umsetzungsstand der geplanten Maßnahmen entlang der Schwarzen Elster. Im Ergebnis der Sitzung wurde vereinbart, für eine geplante Rückverlegungsfläche in Sachsen-Anhalt bei Arnsnesta zu prüfen, ob diese über die Landesgrenze hinweg bis nach Brandenburg vergrößert werden kann. Hierzu werden die Fachämter beider Länder weitere Untersuchungen vornehmen.

20 Jahre Fach- und Verbandszeitschrift “WASSER UND ABFALL”

Mit 12 Heften im Jahr, die je 7 bis 9 Fachaufsätze enthielten, hatte unsere Zeitschrift auch einen sehr großen Anteil an der Fortbildungsarbeit des BWK. Zwischen 1952 und 1992 erschien zur Jahresmitte ein Doppelheft mit dem Jahresbericht der Wasserwirtschaft. Von 1993 bis 1999 wurden der Abfall- und der Wasserwirtschaft im Juni bzw. Juli jeweils eigene Schwerpunkthefte mit den Jahresberichten gewidmet. Darin stellten die Länder bedeutende Maßnahmen dar und gaben eine Übersicht über die aufgewendeten Mittel. Über ihr Wirken berichteten Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände bereits seit 1990 auch im Bereich Abfallwirtschaft. Die Zeitschrift hat sich damit inhaltlich ständig auf die veränderten Arbeitsfelder der BWK-Mitglieder eingestellt. WASSER&BODEN wurde bis zum 31. Dezember 1995 vom Paul Parey Zeitschriftenverlag in Hamburg verlegt. Nach dem Verkauf der Zeitschrift an den Blackwell Wissenschaftsverlag in Berlin gelang es nicht, Einvernehmen über die Weiterführung des Titels zu erzielen, sodass der BWK an Hand eines Pflichtenheftes mit anderen Fachverlangen über die Herausgabe einer Fach- und Verbandszeitschrift verhandeln musste.

Nach vielen intensiven Verhandlungen konnte dann mit der Friedrich Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH in Wiesbaden ein zukunftsfähiger Vertrag geschlossen werden. Dieser Verlag gehörte seinerzeit zur Bertelsmann Verlagsgruppe. Im Frühjahr 2003 haben die Investmenthäuser Cinver und Candover die gesamte Fachverlagssparte Bertelsmann-Springer vom Bertelsmann Konzern erworben. Die Investmentgruppe hatte bereits im Januar 2003 das niederländische Verlagshaus Kluwer Academic Publishers übernommen. Durch den geplanten Zusammenschluss beider Verlage soll die weltweit zweitgrößte Fachverlagsgruppe im Bereich Wissenschaft, Technologie und Medizin entstehen.

Leider lag das Titelrecht für WASSER&BODEN seinerzeit beim Blackwell Wissenschaftsverlag und war weder vom BWK noch von der Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsges. für einen vertretbaren Kaufbetrag zu erwerben. Daher entschlossen sich die Vertragspartner zur Herausgabe einer neuen Zeitschrift unter dem Titel „WASSER UND ABFALL“. Seit dem 1. Januar 1999 erscheint WASSER UND ABFALL als Fach- und Verbandszeitschrift des BWK. Die Ironie des Schicksals wollte es, dass der Blackwell Wissenschaftsverlag im Jahr 2003 WASSER & BODEN an die Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsges. verkaufte und dieser dem BWK das Angebot machte, beide Zeitschriften unter dem Titel WASSER UND ABFALL zusammenzuführen. Seit dem 1. September 2003 ist diese Zusammenführung umgesetzt.

Ökologische Umgestaltung der Grünfläche Auerdreieck

Die Grünfläche Auerdreieck in Friedrichshain wird ökologisch umgestaltet und die Aufenthaltsqualität verbessert. Eine entsprechende Vereinbarung haben Senatorin Regine Günther und Bezirksstadtrat Florian Schmidt unterzeichnet. Das Vorhaben wird im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Weitere Mittel werden aus der „Strategie Stadtlandschaft“ und durch den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bereitgestellt.

Die öffentlich zugängliche Grünanlage Auerdreieck nördlich der Karl-Marx-Allee liegt zwischen mehrgeschossigen, denkmalgeschützten Wohngebäuden. Sie ist für viele Anwohnerinnen und Anwohner der Umgebung ein wichtiger Naherholungsraum. Allerdings sind die vorhandenen Grün- und Freiflächen stark sanierungsbedürftig.

Durch die ökologische Umgestaltung des Auerdreiecks werden naturnahe Erlebnisräume, Begegnungsorte und Ruhezonen geschaffen. Zudem sollen Wildwiesen und Wildstaudensäume neu angelegt werden. Die bestehenden Flächen von Bolz- und Spielplatz werden zum Teil erweitert und umfassend neu gestaltet; Platz- und Wegeflächen werden weitgehend entsiegelt und die Eingangsbereiche und Wege barrierefrei gestaltet. Zudem sollen die baufälligen ober- und unterirdischen Bauwerke des ehemaligen Fernwärmesystems entfernt und dadurch zusätzliche Grünflächen erschlossen werden. Insgesamt entstehen so mehr als 15.000 m2 ökologisch wirksame Flächen. Im Zuge der Umgestaltung ist eine Bürgerbeteiligung vorgesehen.

Landeskongress 2019 in Rheinsberg

Der 26. Jahreskongress des BWK-Landesverbandes Brandenburg und Berlin wird am 17./18.05.2019 in Rheinsberg durchgeführt. Tagungshotel ist das in idyllischer Hafenatmosphäre gelegene Maritim Hafen Hotel, das auch Ausgangspunkt für das Rahmenprogramm und die Fachexkursion sein wird. Der Kongress steht unter dem für das flache Land eher untypischen Motto „Wasserkraft – Energie der Zukunft?“. Geplant sind Vorträge, die sich mit den unterschiedlichsten Aspekten des Themas auseinandersetzen, so z.B.

Wasserkraft – Stand und Zukunft
Ermittlung von Wasserkraftpotenzialen
Das Hochleistungswasserrad in der Aller – Blaupause für Brandenburg?
Instandsetzung, Erweiterung und Neubau von Wasserkraftanlagen in Brandenburg
Wasserkraft in Brandenburg – eine kritische Analyse aus ökologischer Sicht
Wasserkraft weltweit – Strom der Gezeiten
Sanierung von Pumpspeicherwerken am Beispiel des PSW Finnentrop-Rönkhausen

33. Bundeskongress des BWK in Lüneburg

Vom 20. bis 21.09.2018 findet der diesjährige Bundeskongress des BWK statt. Er steht unter dem Motto „Von der Heide zur Elbe – Wasserwirtschaft im Zeichen des Klimawandels“ und beschäftigt sich ausdrücklich nicht nur mit Problemen, die Mitglieder und Fachkollegen zwischen Elbe und Heide bewegen. Namhafte Referentinnen und Referenten stellen in 2 Fachforen neue Ansätze zu den Themen Hochwasserschutz im Binnenland und Grundwassermenge und Wassermanagement vor. Der 33. Bundeskongress des BWK wird abgerundet durch eine Fach- und Industrieausstellung, eine Fachexkursion nach Hitzacker und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Weitere Informationen sowie das Buchungsportal finden Sie unter www.bwk-bund.de.

Hochwasserschutzwand Wittenberge

Rechtzeitig vor dem Brandenburg-Tag und damit voll im Zeitplan übergab Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger eine weitere Hochwasserschutzmaßnahme mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Millionen Euro in Wittenberge. Mit der rund 400 m langen Spundwand ist nun ein vollständiger Schutz des Industriegebiets Süd in Wittenberge gegen ein 100-jährliches Hochwasser erreicht. Das Industriegebiet Süd und die hier angesiedelten Branchen liegen im Rückstaubereich der Stepenitz. Während des Sommerhochwasser 2013 musste auf etwa 1.350 Metern Länge ein Notdeich errichtet werden. Der Startschuss für den Hochwasserschutz im Bereich des Industriegebiets Süd fiel bereits 2012. Im 1. Bauabschnitt wurde eine Hochwasserschutzwand in Stahlbetonbauweise auf einer Länge von rund 820 Metern zwischen der Hafenspitze bis zum Anleger 3 errichtet. Im Jahr 2015 wurde im 3. Bauabschnitt eine 150 Meter lange Lücke in Spundwandbauweise geschlossen. Seit Beginn der Bauarbeiten im 2. Bauabschnitt im November 2017 wurden knapp 300 Tonnen Stahlspundwandbohlen auf einer Länge von 400 Metern gerammt.

BWK-Arbeitsgruppe „Umgang mit hohen Grundwasserständen“

Hohe Grundwasserstände sind in den letzten Jahrzehnten in vielen Regionen Deutschlands bekannt geworden. Vielfach waren Bauwerke nur unzureichend gegen drückendes Grundwasser geschützt. Insbesondere das August-Hochwasser 2002 an der Elbe und das Juni-Hochwasser 2013 an Elbe, Donau und Alz haben aufgezeigt, dass infolge eines Flusshochwassers oder infolge extremer Niederschlagsereignisse auftretende Anstiege des Grundwassers zu erheblichen Schäden durch Auftrieb und Vernässung führen können. Darüber hinaus sind in vielen Gebieten durch Rückgänge der Grundwasserförderung für öffentliche und industrielle Wasserversorgung, aber auch in (ehemaligen) Bergbaugebieten Grundwasserwiederanstiege und vielfach damit einhergehende Gebäudevernässungen aufgetreten. Die Arbeitsgruppe „Umgang mit hohen Grundwasserständen“ innerhalb des Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (www.bwk-bund.de) nimmt sich dieser Problemstellung an mit dem Ziel, einen Praxisleitfaden zu erarbeiten, der Behörden bei der Entscheidungsfindung und bei Ausschreibungen unterstützt, Ingenieurbüros bei Planung und Ausführung hilft und Betroffene rundum das Thema hohe Grundwasserstände informiert. Mittlerweile haben sich mehr als 25 Fachleute in der Arbeitsgruppe zusammengeschlossen.

Nitratbelastung in Brandenburg gering – Projekt Stickstoffeinträge wird fortgesetzt

Das am 21.06.2018 veröffentliche EuGH-Urteil zur Nitratbelastung in Gewässern in Deutschland sieht das Brandenburger Umweltministerium als Bestätigung an, in dem Bemühen, Nährstoffeinträge weiter zu reduzieren, nicht nachzulassen. Auf ihrer Frühjahrstagung am 7. Juni haben die Umweltminister der Länder in Bremen einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Länder haben danach den Bund aufgefordert, den hier vorgelegten Bericht „Grundwasserschutz als nationale Aufgabe – Weitergehende Schritte zur Reduktion der Nährstoffeinträge“ bei einer späteren Evaluierung des Düngerechts im Rahmen der EG-Nitratrichtlinie heranzuziehen. Bei ihrer Beurteilung bezogen sich die Luxemburger Richter allerdings auf die Situation im Jahr 2012. Die Verschärfungen und dadurch erwarteten Verbesserungen aus dem Jahr 2017 wurden noch nicht berücksichtigt. Sie werden auch erst nach und nach messbar sein. Die deutsche Düngegesetzgebung war 2017 novelliert worden, um die Quellen für Nitrateinträge besser zu identifizieren beziehungsweise abzustellen. Brandenburg hat an der Überarbeitung der Düngeverordnung aktiv mitgewirkt.