Bodenschutzseminar abgesagt

Das für den 16.08. in Potsdam geplante Seminar zum Thema “Vorsorgender und begleitender Bodenschutz bei Baumaßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur und Durchgängigkeit und dem Deichbau” musste leider abgesagt werden. Aufgrund der geringen Resonanz wurde die für die Durchführung der Veranstaltung nötige Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht. Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

Veröffentlichungen des Brandenburger Umweltministeriums zur Wasserwirtschaft

Das Brandenburger Umweltministerium stellt den Lagebericht 2019 zur kommunalen Abwasserbeseitigung ab sofort online über seine Homepage zur Verfügung. Weiterhin hat die Wasserabteilung des Ministeriums einen 100 Seiten umfassenden Leitfaden zur überarbeiteten Richtlinie zur Unterhaltung von Fließgewässern neu vorgelegt. Seit 1999 wird alle zwei Jahre ein Bericht über die Beseitigung von kommunalen Abwässern und die Entsorgung von Klärschlamm veröffentlicht. Der vorliegende 11. Bericht informiert auf 43 Seiten die Öffentlichkeit über den Stand zum 31. Dezember 2017. Die Angaben des Lageberichts 2019 basieren auf vom Landesamt für Umwelt (LfU) zusammengefassten Daten, die bei den abwasserbeseitigungspflichtigen Gemeinden, Zweckverbänden und Ämtern erhoben und von den zuständigen Wasserbehörden im Jahr 2018 ergänzt wurden.

Brandenburg verfügt heute über ein mehr als 30.000 Kilometer langes Fließgewässernetz mit etwa 80 Prozent künstlichen oder erheblich veränderten Gewässerabschnitten, deren Wasserabfluss durch eine Vielzahl von Schöpfwerken und Stauanlagen beeinflusst wird. Weitgehend natürliche oder naturnahe Gewässer gibt es vorwiegend in naturschutzrechtlich geschützten Landschaftsteilen Brandenburgs. In der nun vorliegenden Richtlinie werden die aktuellen Grundlagen und der gesetzliche Rahmen für die Gewässerunterhaltung in Brandenburg ausführlich dargestellt und erläutert. Ausgehend von der Darstellung der Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie werden die Besonderheiten der natürlichen Gewässer in Brandenburg herausgestellt und die Anforderungen bei deren Pflege und Entwicklung abgeleitet. Bei künstlichen Gewässern wie Gräben steht die regelmäßige Pflege und hier insbesondere die Sicherung eines ordnungsgemäßen Wasserabflusses im Vordergrund. Die wichtigsten Unterhaltungsmaßnahmen zur Pflege und Entwicklung werden in Steckbriefen mit Hinweisen und Empfehlungen erläutert.

34. Bundeskongress des BWK in Radebeul

Im Jahr 1986 wurde der erste Bundeskongress des BWK im nordrhein-westfälischen Troisdorf ausgerichtet. Seinerzeit wurde entschieden, die jährliche Bundesversammlung aller Mitglieder des BWK in Zusammenhang mit einer Fachtagung durchzuführen, um den fachlichen Ansatz der Verbandstätigkeit stärker in den Fokus zu rücken. Bundeskongresse werden seit dem jährlich alternierend von einem der 10 Landesverbände und dem BWK-Bundesverband ausgerichtet. Im Jahr 2019 findet der 34. Bundeskongress vom 19. zum 20. September im sächsischen Radebeul statt. Themen der 4 Fachforen sind Stoffe in Gewässern und Verwertung von Sedimenten, Hochwasserrisikomanagement und technischer Hochwasserschutz, EU-WRRL und integrierte Gewässerentwicklung sowie Trockenheit 2018 und Klimaanpassungsstrategien.

3. BWK Elbetag am 21.11.2019 in Wittenberge

Der BWK-Elbetag ist eine gemeinsame Fachveranstaltung des BWK – Die Umweltingenieure und der deutschen Elbanrainer-Länder. Der Elbetag des BWK geht auf eine Initiative des Landesverbandes Sachsen-Anhalt zurück, der auch Ausrichter des 1. Elbetages war. Im vergangenen Jahr folgte der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, der die Fachveranstaltung mit über 120 Teilnehmern in Dömitz ausrichtete. Ziel der BWK-Elbetage ist, die Themen Hydrologie, Hoch- und Niedrigwasser, Klima­wandel, Sedimente, Gewässergüte, Schadstoffbelastungen, Ökologie und Durchgängigkeit, Planungen, Maßnahmen und Frühwarnsysteme einzugsgebietsbe­zogen darzustellen und zu diskutieren. Dadurch soll sowohl die Kommunikation von Oberliegern und Unterliegern als auch zwischen verschiedenen Fachbereichen der Wasserwirtschaft gefördert und unterstützt werden. Abwechselnd durch einen der 6 Landesverbände organisiert, soll diese Veranstaltung zu einem regelmäßigen länderübergreifenden Austausch nationaler und internationaler Experten und Interessierten werden. Dabei ist der Grundgedanke, die Themen flussgebietsbezogen und damit auch länderübergreifend in Kooperation mit den zuständigen Ministerien, Behörden, Institutionen, Kommissionen und Arbeitsgemeinschaften zu betrachten. Wasserwirtschaftliche und verkehrswasserbauliche Planungen und Maßnahmen im Einzugsgebiet der Elbe wirken weit über den lokalen Bereich hinaus und sind hinsichtlich ihrer Wirkungen einzugsgebietsbezogen zu betrachten, zu bewerten und zu kommunizieren. Dazu besteht ein hoher Bedarf an Kommunikation und Zusammenarbeit. Der Elebtag steht unter der Schirmherrschaft des Minsters für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg. Weitere Informationen und das Programm des diesjährigen Elbetages finden Sie unter https://www.bwk-bb.de/bwk-elbetag/ auf dieser Seite.

Erlaubnis für Versickerung von Niederschlägen

Mit dem in Kraft treten einer Freistellungsverordnung werden ab sofort wasserrechtliche Entscheidungen vereinfacht, die im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens einzuholen sind. In vielen Fällen wird zukünftig keine Erlaubnis für das Versickerung von Niederschlagswasser mehr erforderlich sein. Ob eine Erlaubnisfreiheit besteht, kann anhand einer einfachen Checkliste überprüft werden. Sie ist über das Internetangebot des Ministeriums unter der Rubrik Gewässerschutz und Wasserwirtschaft / Niederschlagswasser abrufbar.

Die „Verordnung über die erlaubnisfreie Einleitung von Niederschlagswasser in das Grundwasser durch schadlose Versickerung“ ist seit dem 3. Mai 2019 in Kraft. Sie ist im Gesetz- und Verordnungsblattes für das Land Brandenburg, Teil II, Jahrgang 2019, Nummer 32 und im Internet unter http://www.landesrecht.brandenburg.de zu finden.

Auenwald-Renaturierung Rheinsberger Rhin

Um die Vielfalt und die natürliche Schönheit der märkischen Landschaften zwischen Elbe und Oder, Lausitz und Uckermark auch für die kommenden Generationen zu bewahren, hat das Land Brandenburg die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg errichtet. Seit 1995 betreut die Stiftung die Ersatzzahlung im Land Brandenburg. Bis 2022 kümmert sie sich in zehn Projektgebieten in den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Dahme-Spreewald um den Erhalt und die Verbesserung von Auen- und Moorwäldern in Brandenburg. So wie unterhalb von Zippelsförde, wo der Rheinsberger Rhin träge durch ein vollständig begradigtes und nahezu strukturloses Gewässerbett fließt. Hier hatte die Stiftung auf 1,2 Kilometer Gewässerlänge zwölf Strömungshindernisse einbauen lassen. Dabei handelt es sich um sogenannte Ausfachungsbuhnen aus Erlen- und Robinienstämmen, die abwechselnd an beiden Ufern fest im Rhin verankert wurden.

150 Jahre Grundwasserbeobachtung in Berlin

Als einzige Millionenmetropole Deutschlands gewinnt Berlin sein Trinkwasser zu 100 Prozent aus dem Grundwasser, fast vollständig auf dem Stadtgebiet. 2018 wurden rund 235 Millionen Kubikmeter gewonnen. Vor 150 Jahren begann der Berliner Baurat James Hobrecht den Grundwasserstand zu messen. Die seit 1869 ununterbrochen gemessenen Grundwassermessreihen sind die ältesten Aufzeichnungen dieser Art in Deutschland. Außerdem werden seitdem auch die Grundwasser- und Bodentemperaturen erfasst. Die historischen Daten bieten heute eine einmalige Möglichkeit, aktuelle Veränderungen im Wasser und Boden zu beurteilen und lassen prognostische Berechnungen zu.  Auf einem Festkolloquium „150 Jahre Grundwasserbeobachtung in Berlin“ wurde über die historische, aktuelle und künftige Entwicklung rund ums Grundwasser informiert. Es wurde ein Bogen von der ersten Grundwasserbeobachtung bis zu den modernen Darstellungsmöglichkeiten hydrogeologischer Daten gespannt und Grundwassergefährdungen beleuchtet, die beispielsweise durch den Sulfat-Eintrag oder Salzwasseraufstieg hervorgerufen werden.

Bewirtschaftungserlass Sulfat für die Spree in Kraft gesetzt

Als ein Baustein des Strategischen Gesamtplans zur Senkung der bergbaulichen Stoffeinträge in die Spree hat das Brandenburger Umweltministerium mit dem Wirtschaftsministerium den „Bewirtschaftungserlass Sulfat“ in Kraft gesetzt. Mit dem gemeinsamen Bewirtschaftungserlass Sulfat der beiden Ministerien wird erstmals ein Immissionsrichtwert von 280 Milligramm je Liter für die Messstelle Neubrück in der Spree verbindlich festgelegt. Hintergrund ist der durch den Braunkohlenbergbau in der Lausitz verursachte Eintrag von Sulfat in die Spree. Das Spreewasser wird mit Grundwasser zur Trinkwassergewinnung vom Wasserwerk Briesen der Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH (FWA) sowie von den Berliner Wasserbetrieben am Wasserwerk Friedrichshagen benutzt. Für das Trinkwasser ist nach der Trinkwasserverordnung ein Grenzwert von 250 Milligramm je Liter einzuhalten. Mit der Festlegung eines Immissionsrichtwerts von 280 Milligramm je Liter für die Messstelle Neubrück, der an 90 Prozent der Tage im Jahr einzuhalten ist, wird sichergestellt, dass der Grenzwert im Trinkwasser von 250 Milligramm je Liter nicht überschritten wird.

Verleihung des Studienpreises 2019 des BWK-Landesverbandes Brandenburg und Berlin e.V.

Der BWK-Landesverband Brandenburg und Berlin vergibt jährlich einen Studienpreis, mit dem technisch-wissenschaftliche Studienarbeiten gewürdigt werden sollen, die zu den Fachgebieten Wasser- und Abfallwirtschaft oder Kulturbau vorgelegt wurden und in hausragendem Maß theoretische Grundlagen und praktische Anwendung vereinen. Teilnahmeberechtigt sind Studentinnen und Studenten der in den Bundesländern Brandenburg und Berlin ansässigen Studieneinrichtungen. Beim diesjährigen Landeskongress wurde die an der Beuth-Hochschule für Technik Berlin von Frau Linda Neubert vorgelegte Bachelorarbeit „Labortechnische Untersuchungen zum Abfluss über ein breitkroniges Wehr“ ausgezeichnet. Ziel der Arbeit war es, den aktuellen Erkenntnisstand zusammenzustellen sowie anhand von Laborversuchen zweideutige Literaturangaben zu überprüfen.

Überschwemmungsgebiete der Stepenitz und der Dosse festgesetzt

Das Brandenburger Umweltministerium hat die Überschwemmungsgebiete an der Stepenitz und der Dosse und ihrer Zuflüsse  festgesetzt. Die Bekanntmachungen dazu sind am 8. Mai im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht worden. Die festgesetzten Überschwemmungsgebiete erstrecken sich vor allem auf Feuchtgebiete und landwirtschaftlich genutzte Gebiete. Urbane Gebiete sind nur geringfügig betroffen.